Erklärung

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Das Lied der Deutschen

 

Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt,
wenn es stets zu Schutz und Trutze brüderlich zusammenhält,
von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt:
Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt!
 
Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten ihren alten schönen Klang,
uns zu edler Tat begeistern unser ganzes Leben lang.
Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang!
 
Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!
Danach laßt uns alle streben brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand.
Blüh im Glanze dieses Glückes, blühe, deutsches Vaterland!


 Text: Hoffmann von Fallersleben, 1841
Weise: Joseph Haydn, 1797
 

Joseph Haydn (1732 - 1809)  
 "Kaiser-Quartett" (Opus 76, Nr.3), welches er zu Ehren Franz II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, komponierte.

 

Maas:          fr. Meuse, in die Nordsee durch Holland

Belt:            Meerenge, zw. Ost- u. Nordsee

Memel:        (Niemen) Ostpreußen

Etsch:          Oberitalien (Adige) in die Adria

Mit Genehmigung www.deutschlandlied.de 

(Die 1. Strophe des Deutschlandliedes spricht von vier verschiedenen Gewässern (Maas, Memel, Etsch, Belt), die alle außerhalb der Grenzen der heutigen BRD liegen. Diese waren zur Entstehungszeit des Liedes die geographischen Grenzen eines von den deutschen Demokraten gewünschten deutschen Nationalstaates. Ansgar Skriver schreibt in einer Sonntagsbeilage der Stuttgarter Zeitung, dass die 4 Flüsse, von denen in der 1. Strophe die Rede ist, im 19. Jahrhundert reale Grenzgewässer des Deutschen Bundes und des Deutschen Reiches waren.

Eine mögliche Interpretation, die zur Zeit der Hymnendiskussion in den 50er Jahren aufkam, war, dass Deutschland die Gebiete, die heute außerhalb des Staatsgebietes liegen, als Deutsche Gebiete ansehen und die jetzigen Grenzen nicht anerkennen könnte.)

(Zitat: "Welch schönere Hymne für ein Volk kann es geben als jene, die ein Bekenntnis ist, sein Heil und sein Glück in seinem Volke zu suchen und sein Volk über alles zu stellen, was es auf dieser Erde gibt!")

Die 4. Strophe

*  4. Deutschland, Deutschland über alles,
Und im Unglück nun erst recht.
Nur im Unglück kann die Liebe
Zeigen, ob sie stark und echt.
Und so soll es weiter klingen
Von Geschlechte zu Geschlecht:
|: Deutschland, Deutschland über alles,
   Und im Unglück nun erst recht. :|

*  5. Deutschland, Deutschland, über alles
trotz des Unglücks, trotz der Not!
Deutschland, du geliebte Heimat,
dir gehör ich bis zum Tod.
Ob du wachest, ob du welkest,
ob das Todeslos dir fällt:
Deutschland, Deutschland, über alle
s,
über alles in der Welt!

Zu 4. Strophe. Ein aufmerksamer Rechercheur (E-Mail), hat mir folgenden Text zugeschickt:

Deutschland, Deutschland über alles,
Und im Unglück nun erst recht,
denn im Unglück kann sich zeigen,
ob die Liebe treu und echt,
und so soll es weiter schallen,
von Geschlechte zu Geschlecht.
|: Deutschland, Deutschland über alles,
Und im Unglück nun erst recht. :|

Zu 5. Strophe. Aus dem Liederbuch "Deutsches Rotes Kreuz - Vaterländischer Frauenverein", 1935, 2. Auflage
 bei der Buchdruckerei Oscar Collmar, Goldberg in Schlesien
Anlaß: Folgen des Versailler Vertrages und die Inflationszeit 1923
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Welcher dieser Texte das "ORIGINAL" darstellt, vermag ich nicht zu sagen. Für Anmerkungen bin ich stets dankbar

http://www.w-akten.de/klassiker/hymnen.shtml (Link gebrochen)

Eine 4. Strophe ist nicht von Fallersleben. Im Jahre 1921 schrieb Albert Matthai aus (Preußisch-) Stargard die vierte Strophe, die bis in die dreißiger Jahre viel gesungen worden sein soll, vor allem während der Ruhrbesetzung 1923. Sie fand unter anderem Aufnahme in das "Liederbuch der Deutschen Kriegsmarine" von 1927.

(Deutschland, Deutschland über alles,
Und im Unglück nun erst recht.
Nur im Unglück kann die Liebe Zeigen,
ob sie stark und echt.
Und so soll es weiterklingen
Von Geschlechte zu Geschlecht:
|: Deutschland, Deutschland über alles,
Und im Unglück nun erst recht. :| )

Albert Matthäi

Fichte an jeden Deutschen

Du sollst an Deutschlands Zukunft glauben,
an deines Volkes Aufersteh’n.
Laß diesen Glauben Dir nicht rauben,
trotz allem, allem was gescheh’n.
Und handeln sollst Du so, als hinge
von dir und deinem Tun allein
das Schicksal ab der deutschen Dinge
und die Verantwortung wär’ dein.

Wem sind nicht diese eindringlichen Verse bekannt? Doch wer kann den Namen des Dichters nennen? Verführt durch die Überschrift wird oft Joh. Gottlob Fichte genannt. Doch der wahre Verfasser ist Albert Matthäi, der 1853 (oder 1855) in Preußisch -Stargard geboren, 25 Jahre an der Zeitschrift “Jugend” in München als Redakteur gewirkt hat. Er starb 1924. Die Überschrift des Gedichts erklärt sich daraus, dass Albert Matthäi die Gedanken dafür bei Fichte gefunden hatte. In Fichtes 14. Rede an die deutsche Nation (an der Berliner Universität am 23. 10. 1808 als Abschluss der am 13. 12. 1807 begonnenen Vorlesungsreihe) stehen die zwei Sätze, die Albert Matthäi zu seinen zwei Versen verdichtete: “Ob aber jemals es uns wieder wohl gehen soll, hängt ganz allein von uns ab, und es wird sicherlich nie wieder irgendein Wohlsein an uns kommen, wenn wir nicht selbst es uns verschaffen: und insbesondere, wenn nicht jeder Einzelne unter uns in seiner Weise tut und wirket, als ob er allein sei, und als ob lediglich auf ihn das Heil der künftigen Geschlechter beruhe.”

Eine unerwartete Überraschung: Der zweite Satz stand nicht in dem Text, den Fichte der preußischen Zensurbehörde einreichte, sondern wurde erst auf deren Veranlassung von Fichte hinzugefügt. Die Zensur war damals also nicht nur ein Instrument der Geistesknechtung, sondern konnte auch, wie in unserem Falle, zu einer genialen Verbesserung des überprüften Textes führen. Ob das bei den heutigen “Bundesprüfstellen” auch möglich wäre?

Matthäis Gedicht wurde zuerst zu Neujahr 1922 als einer der im Verlag von Wilhelm Gerstung, Offenbach/Main, erschienenen “Deutschen Weinsprüche” veröffentlicht.

In der dunkelsten Zeit der Weimarer Republik verfasste Albert Matthäi noch eine Zusatzstrophe zum Deutschland-Lied

Deutschland, Deutschland über alles
und im Unglück nun erst recht!
Nur im Unglück kann sich zeigen,
ob die Liebe wahr und echt.
Uns so soll es weiter klingen
von Geschlechte zu Geschlecht:
Deutschland, Deutschland über alles
und im Unglück nun erst recht!

Der Anfang dieser Strophe wurde auch veröffentlicht mit einer kleinen bedeutsamen Veränderung, die aber durchaus logisch in den Gedankengang passt

                Deutschland geht uns über alles

während es am Ende der Strophe dann wieder, wie üblich, heißt,

                Deutschland, Deutschland über alles

Dem Vorbild Matthäis folgend entstand nach dem zweiten Weltkrieg eine 2. Zusatzstrophe, deren Verfasser uns leider immer noch unbekannt geblieben ist. Kennt jemand seinen Namen?

4. Über Länder, Grenzen, Zonen
hallt ein Ruf, ein Wille nur,
überall wo Deutsche wohnen
zu den Sternen dringt der Schwur:
Niemals werden wir uns beugen,
nie Gewalt als Recht ansehn!
Deutschland, Deutschland über alles,
und das Reich wird neu erstehn!

5. Deutschland, Deutschland, über alles
trotz des Unglücks, trotz der Not!
Deutschland, du geliebte Heimat,
dir gehör ich bis zum Tod.
Ob du wachest, ob du welkest,
ob das Todeslos dir fällt:
Deutschland, Deutschland, über alles,
über alles in der Welt!

Aus dem Liederbuch "Deutsches Rotes Kreuz - Vaterländischer Frauenverein", 1935, 2. Auflage
 bei der Buchdruckerei Oscar Collmar, Goldberg in Schlesien
Anlaß: Folgen des Versailler Vertrages und die Inflationszeit 1923

 

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